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" Blue Lips" Uli Lenz solo
on Piano 2008
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ULI LENZ
....... ist ein deutscher Jazzpianist, Komponist und arranger
Lebenslauf
Uli Lenz wächst in einer musikalischen
Familie auf und beginnt schon im Alter von vier Jahren mit dem Klavierspiel.
Sein Vater Emanuel, ein professioneller Organist, Pianist und Komponist
im Feld der Klassik, schult ihn am Instrument und in den Disziplinen
Improvisation und Harmonielehre.
Uli Lenz fühlt sich durch Hören der Schallplatten von
Earl Hines, Count Basie und Duke Ellington alsbald zum Jazz hingezogen.
In den siebziger Jahren studiert er Piano und Cello zunächst
am Frankfurter Konservatorium. Anschliessend absolviert er ein komplettes
Instrumental- und Kompositionsstudium an der Frankfurter Hochschule
für Musik und Darstellende Kunst und spielt nebenbei in Bars
und Clubs. In dieser Zeit arbeitet Lenz intensiv mit bekannten Steptänzern.
In den achtziger Jahren zieht er
nach Berlin und unternimmt von dort aus mehrere Tourneen nach Frankreich,
Spanien, Italien und Israel, im Verlauf derer er mit regional bekannten
Saxophonisten und Trompetern zusammenspielt. In Berlin tritt er
solo und mit Bands unter eigenem Namen in Jazzclubs auf.
Es folgen vermehrt Festivalauftritte, u.a. als Solopianist beim
1985 beim JazzFest Berlin und auf dem Festival Jazz Ost West in Nürnberg.
1986 schliesst eine Solo-Tour durch Israel, Zypern, Griechenland,
Ungarn, Jugoslawien und Rumänien an. 1987 hält er sich
erstmals für längere Zeit in den U.S.A., vornehmlich in New York City auf. Hier tritt er mit
lokalen Bands in der Clubscene auf. Im Anschluss daran erleidet er einen
Unfall, bei dem er seine linke Hand verletzt, und von dem er sich
nur mühsam erholt.
Lenz begreift den Unfall und dessen Nachwirkungen jedoch als Chance,
Musik tiefer empfinden zu können und letztlich durch sie vollständig
zu genesen.
Er gilt als brillianter Techniker mit einer besonders starken linken
Hand und einer auf Anhieb identifizierbaren Stilistik. 1988 wird
das Uli Lenz Trio mit Cecil McBee und Joe Chambers für das
Hennessy Village Jazz Festival New York gebucht und nimmt im New
Yorker Top Club "Sweet Basil" live auf. Im Anschluß
unternimmt das neue Uli Lenz Trio mit Günter Lenz und Allen
Blairman eine erste ausgedehnte Tour durch die Karibik, Mexiko,
Mittel- und Südamerika. 1989 tritt er mit letzterem Trio beim
Montreux Jazz Festival auf.
In den neunziger Jahren arbeitet
Uli Lenz unter anderem mit Abbey Lincoln, Patricia Nomakosazana
Dhlamini, Steve Grossman, Johannes Barthelmes, Hannibal Marvin Peterson,
Idris Muhammad, Ed Schuller, Victor Jones, Pepe Berns und Thomas
Alkier und tourt wiederholt durch Europa, den Nahen und Fernen Osten
und durch Afrika. Hier erwirbt er sich den Beinamen "Der Mann,
der auf den Tasten tanzt".
Uli Lenz konzertiert nun zunehmend
auf den großen Bühnen der Welt, unter anderem auf der
der "Queens Hall" in Trinidad/Tobago und des "Sam
Houston Parks" in Texas. Das Goethe Institut entsendet Lenz
als musikalischen Botschafter unter anderem nach Griechenland, Syrien,
Jordanien, Israel, Afrika,China und Süd-Ost-Asien. Auf diesen
Reisen achtet Lenz auf interkulturelle Begegnungen und hält
workshops und clinics für lokale Talente.
2000 unterschreibt Lenz einen Exklusivvertrag
mit Arkadia Records und nimmt mit Ira Coleman und Horacio "el
Negro" Hernandez sowie mit T.K. Blue auf. Die CD "Rainmakers
Dance" wird als eine der weltbesten Jazz-Veröffentlichungen
rezensiert. 2001 holt Lenz Horacio "el Negro" Hernandez
nach Berlin und konzertiert mit ihm im Duett "live at DeutschlandRadio".
Dieses Konzert findet internationale Beachtung unter dem Namen "Jungle
Dance".
In den folgenden Jahren spielt
Uli Lenz u. a. mit Ed Schuller und
John Betsch. Er gründet ein Duo mit Zam Johnson und ein Trio
mit Earl Bostic und Zam Johnson. Im Duo mit François Jeanneau
bereist er Westafrika, Russland, die Ukraine und Pakistan. Uli Lenz
konzertiert wiederholt solo in Russland, u. a. in Moskau bei Radio
Kultura und in Tula. 2006 gastiert er mit Ed Schuller und John Betsch
anlässlich des internationalen Jazz Festivals in Moskaus neuer
Philharmonie. 2007 konzertiert er mit François Jeanneau in
St. Petersburg und Kaliningrad
im Rahmen des gleichen Festivals. Im gleichen Jahr gründet
er das Trio
105
Lenz Kubach Johnson mit Gerhard Kubach am Bass und Zam johnson
am Schlagzeug.
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